Trainerwechsel im Ju-Jutsu und Escrima im Budocentrum Hamburg

Leider wird unser Ju-Jutsu Trainer Olaf Bertram, 6. Dan Ju-Jutsu und Mitglied des Lehrteams des Hamburger Ju-Jutsu Verbandes, aus beruflichen Gründen seine Trainingseinheiten im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) künftig nicht mehr wahrnehmen können. Aus diesem Grund wird SVP Ju-Jutsu Trainer Kay Landeck ab Ende Oktober 2020 die Dienstagseinheit von Olaf übernehmen.

Muss aus beruflichen Gründen „Tschüss“ sagen: Olaf Bertram, Ju-Jutsu Trainer in der SV Polizei Hamburg (Foto: Andreas Rasche, SVP)
Als langjähriges Vereinsmitglied und Trainer Ju-Jutsu und Escrima verfügt Kay über jahrelange Erfahrung im Kampfsport – sowohl als ehemaliger Wettkämpfer als auch Kampfrichter im Ju-Jutsu Allkampf. Kay ist graduiert als 3. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Goshindo, Purple Belt BJJ und außerdem Spartenleiter Escrima der Budoabteilung der SVP.

Übernimmt eine weitere Ju-Jutsu Trainingseinheit in der SV Polizei Hamburg: Kay Landeck, rechts im Foto (Foto: Andreas Rasche, SVP)
Aus dieser Schule kommt und profitiert auch Janina Schaefer, 1. Kyu Ju-Jutsu (Braungurt). Kay tritt in diesem Zuge nämlich eine seiner beiden Escrima-Trainingseinheiten an Nachwuchstrainerin Janina ab.


Übernimmt als neue Trainerin eine Escrima Trainingseinheit in der SV Polizei Hamburg: Janina Schaefer (Foto: Sascha Pries, SVP)
Da Kay als Trainer auch noch weitere Ju-Jutsu Einheiten im Budocentrum leitet, plant er für die Dienstagseinheit einen hohen Schwerpunkt auf freie Selbstverteidigung. Themenkomplexe wie Verteidigung auf engstem Raum, Verteidigung mit Alltagsgegenständen, Verteidigung gegen mehrere Angreifende sowie Wünsche der Teilnehmenden runden das Programm ab.

Die Budoabteilung der SVP wünscht ihren Trainern viel Erfolg. Außerdem bedankt sich die Budoabteilung ganz besonderes bei Olaf für seine gute Arbeit in der SVP und wünscht ihm viel Erfolg im neuen Job. „Im Budocentrum Hamburg ist immer ein Platz und Zeit für Training und Austausch für dich frei“, so Hartmut Nadler, Breitensportwart und Vorstandsmitglied der Budoabteilung der SV Polizei Hamburg.

Text: Andreas Rasche (SVP)

Quelle: https://www.budocentrum.de/?p=5664

Mit Erlaubnis des Pressereferenten

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Landes-Techniklehrgang in besonderen Zeiten

Fast schon Tradition, doch unter besonderen Umständen… Manfred Parlowski (6. Dan JJ) lud für den TSV Adendorf zum 03.10.2020 wieder zum Lehrgang ein. Referent war neben ihm wieder Thorsten Wießner (3. Dan JJ) aus Hamburg (HJJV) /Schleswig-Holstein. Thema waren Messer und Stocktechniken sowie prüfungsrelevante Gegen- und Weiterführungstechniken.

Coronabedingt waren am Eingang der Halle Masken angesagt, Desinfektionsmittel standen bereit und man musste sich in Listen mit kompletter Anschrift /Telefonnummer eintragen: Neu war ein ausgeklügeltes System, bei dem man sicherstellte, dass sich 2 Partner finden, die dann den gesamten Lehrgang auch zusammen trainierten.

Insgesamt kamen 42 Ju-Jutsu-Sportler auf die Matte, vom Weißgurt bis zu höheren Dangraden. Alle waren hoch motiviert und gespannt, was nun kommt.

Thorsten begann mit einer leichten Erwärmung durch Stocktechniken, zum Teil mit Partner. Ziel war es z.B. Stockangriffen aus Winkel 1-8 mit einer weichen „Snake“-Bewegung abzuwehren und dann mit einem Kettenfauststoß zu antworten. Im Weiteren wurde klar, dass es auf die Abwägung ankommt, wann weich und wann hart reagiert werden muss. So ist beispielsweise bei einem Block (Stock gegen Stock aus Winkel 1) blitzschnell der Stock mit links zu erfassen und mit rechts in einer Wellenbewegung auf den Stock (am Besten sogar auf die Hand) zu schlagen. Dabei ist es wichtig, tatsächlich den Wechsel aus der harten Schlagtechnik und der weichen Welle zu vollziehen. Grundlage ist hier (wie so oft) die Bewegungslehre und der Aufbau der Technik.

Im Messerpart wurde nach einer kurzen Abhandlung über die Gefährlichkeit der Messerabwehr geübt, den Partner mit einem überraschenden Schnitt aus Winkel 1 anzugreifen. Diese sollte dann unter Eigensicherung ausweichen. Es folgten zwei weitere klassische Abwehren.

Nach einer kurzen Pause ging es dann zum Thema Gegen- und Weiterführungstechniken. Zunächst wurde geklärt, was die Begriffe bedeuten, dann startete es mit einer Weiterführung einer Hebeltechnik (hier Armriegel von außen). Uke beugte den Oberarm in dieser Position, Tori (der Ausführende) verdrehte dann den Arm wieder bis zur Streckung, belastete Toris Schulter und stach diesen Arm dann mit dem Hebel dann wie ein Paddel nach hinten ein. Tori ging dabe in den Kniestand. Natürlich wurde dabei auf die Verletzungsgefahr hingewiesen, bei einer Ausführung der Technik in der vollen Dynamik wäre der Arm gebrochen worden.

Es folgten weitere Weiterführungstechniken ( Kleine Innensichel nach missglückter großer Innensichel, nach missglücktem Schulterwurf Armstreckhebel mit Verdrehung Elle/Speiche und ggf Handsperrhebel und anschließendem Schwertwurf etc.).

Im Bereich der Weiterführung abgewehrter Atemitechnik gab es folgendes Beispiel: Uke greift mit geradem Fauststoß rechts an, Tori kontere mit Dreierkontakt, dann Rückhandschlag. Uke blockiert und Tori kontert mit Handdrehhebel

Gegentechniken waren nun das Abschlußthema:
Gegentechnik Schwertwurf: Schwertwurf

Gegentechnik Kipphandhebel: Kipphandhebel

Gegentechnik Gerader Fauststoß zum Kopf: Fauststoß ggf. mit Gegenzughebel

Nun war Manfred am Zug und zeigte eine Abwehr eines Schwitzkastens, Messerabwehren und einen umgekehrten Kipphandhebel aus einer Angriffssituation von hinten.

Das Fazit des Tages- man hätte noch so viel zeigen können, aber die Zeit wurde zu knapp. Es war eine tolle Truppe, hoch motiviert bis zuletzt. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und es wäre schön, wenn man das nächstes Jahr wiederholen könnte.

Fotos: Parlowski

Text: Wießner, Pressereferent HJJV

 

Techniken:

Th. Wießner:

Stockangriff Winkel 1: Entwaffnung mit abschließendem rückwärtigen Schlag auf den Handrücken

Stockangriff Winkel 1: Block & Welle, ggf. Würger

Stockangriff Winkel 1: Fingerpresskipphandhebel

Stockangriff Winkel 6 (shomen uchi): Körper Abbiegen mit dem Stock

Griff & Schlag: Links mit Stock blockieren, Handdrehgriff, Kreuzwürge

Stockstich (Winkel 5): draufschlagen (parieren), Stockstich

Einführung Messer Grundsätzliches- Techniken, die nur evtl. klappen (Entwaffnung…), Warnhinweise

Klassische Verteidigung

Messer Winkel 1: Schrittdrehung, Block mit Messer, wieder rausdrehen, zu Boden bringen

Messer Winkel 1: Abwehr mit Dolchhaltung Block, Schleuderwurf

Gegen- und Weiterführungstechniken

Weiterführung Armriegel von außen: Uke beugt den Oberarm, diesen strecken und dann in der Paddelform zu Boden bringen

Weiterführung Kipphandhebel (er zieht ran): Kombination Handbeuge-/Kipphandhebel

Weiterführung große Innensichel: Ko-Uchi gari (kleine Innensichel)

Weiterführung Schulterwurf: Armstreckhebel mit Verdrehung Elle/Speiche und ggf Handsperrhebel oder Schwertwurf oder kaiten nage

Weiterführung abgewehrter Atemitechnik: Uke greift mit geradem Fausstoß rechts an, ich kontere mit Dreierkontakt, dann Rückhandschlag. Er blockiert und ich mache Handdrehhebel

Gegentechnik Schwertwurf: Schwertwurf

Gegentechnik Kipphandhebel: Kipphandhebel

Gegentechnik Gerader Fauststoß zum Kopf: Fauststoß ggf. mit Gegenzughebel

Manfred Parlowski:

Kipphandhebel rückwärts, Messerabwehr, Abwehr eines Schwitzkastens von der Seite

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Es war einmal…

Ja, es hört sich an wie ein Märchen… Alex Littau (mittlerweile Studioleitung im Zanshin Dojo Bahrenfeld), Schüler von Hans Kautz (Trainer des  hatte diesen unter einem Vorwand in das Fernsehstudio der RTL-Sendung „Wer wird Millionär“ gelockt.

Ganz unvorbereitet kam es nicht- bereits als 11-jähriger Schüler hat Alex so eine Aktion einmal angedeutet- aber wer nimmt so etwas denn Ernst???

Heimlich hat Alex über ein Jahr lang mit ehemaligen und aktuellen Mitgliedern geübt und alle haben es geheim halten können. Allein das ist eine Wahnsinns-Leistung. Etwa 5.000 Kanditaten gab es für diese Sendung. Als Hans und Alex am Studio ankamen, war Alex plötzlich verschwunden und Hans machte sich schon Sorgen. 

Noch merkwürdiger wurde es, als plötzlich das Hamburger Showteam des DJJV auf der Bühne stand und eine wahnsinnige Kampfsportshow ablieferte Hans war völlig perplex.

Hans musste auf den berühmten Fragestuhl und wurde von Günther Jauch befragt. Sensationelle 64.000€ konnte er erspielen, dabei kam ihm sein gutes Allgemeinwissen zu Gute. 

So wie Hans allerdings eingestellt ist, möchte er das Geld nicht behalten, sondern kauft einen 9-sitzigen Bus für das Showteam. So ist er halt…

Text: Thorsten Wießner

Bild: Vom Showteam / Hans Kautz zur Verfügung gestellt

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2. Hanbo-Jutsu Lehrgang in Hamburg

Willkommen in der Freien und Staustadt Hamburg“ hieß es am 19. September 2020. Der Hamburgische Ju-Jutsu Verband (HJJV) lud auch in diesem Jahr Christian Groffmann (4. Dan Jiu-Jitsu, 2. Dan Hanbo-Jutsu) aus Schleswig-Holstein in unsere Stadt.

Leider ahnte niemand, dass gerade an diesem Tag eine Reihe von Baumaßnahmen an Autobahnen sowie gleichzeitig größere Aktivitäten in der Stadt auf den Autoverkehr einwirkten. Das Ergebnis- vor und um die Elbbrücken war ein „Mega-Stau“ mit zäh  fließendem- oder sagen wir mal stehendem Verkehr. Die Teilnehmer, die schon bereits am Ort des Geschehens waren, wurden vorab von Wilfried Hoffmann instruiert.

Die Teilnehmer, vom Anfänger bis zum Dangrad, kamen aus ganz Norddeutschland und keiner wurde vom Stau verschont, so dass der Lehrgang erst 45 Minuten später beginnen konnte. Unter Einhaltung der Pandemie-Auflagen wurde dann bis 17:30 Uhr trainiert.

Wilfried Hoffmann hat uns vor der Halle schon einmal ein wenig erwärmt

20 Teilnehmer waren für diese Maßnahme zugelassen, die enttäuschten Sporttreibenden auf der Warteliste haben neben den Stau auch diesen tollen Lehrgang verpasst. In seiner freundlichen Art demonstrierte Christian Hanbo-Techniken aus dem Anfänger- bis in den Fortgeschrittenenbereich. Hervorragend demonstriert und die Ausführungen ebenso gut erklärend vergingen sie angesetzten drei Stunden sehr schnell, sogar auf eine richtige Pause wurde verzichtet.

Es war schön zu sehen, dass schon mehrere höhere Kyu-Grade in dieser Disziplin auf der Matte stehen. Jeder konnte für sich neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Es ist schon im Gespräch, dass der HJJV auch im nächsten Jahr Christian einladen möchte, ggf. sogar mit einer nach dem Lehrgang abgehaltenen Prüfung!

Auch in Hamburg hat sich eine kleine Gruppe von Hanbo-Jutsuka gefunden die im AMTV in Rahlstedt diesen seit 2017 im DJJV angebotenen Stil betreiben. Es konnte Abschließend nicht geklärt werden, wie spannend und kurzweilig die Heimfahrten der Anwesenden war.

 

Text: Uwe Behrmann, Thorsten Wießner

Fotos: Thorsten Wießner

 

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FAQ für den Breitensport im HJJV- 1. Lehrgänge

Für alle Vereinsprüfungen bis 31.12.2020 ist die Lehrgangspflicht aufgehoben.
Somit können Prüfungen bis zum 3. Kyu ohne gültigen Lehrgang abgelegt werden.
Dies gilt auch für alle Kinder- und Jugendprüfungen.

Es werden 2020 keine Lehrgänge vom Verband mehr angeboten.

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