Kinder-Boden-Randori-Turnier im Budocentrum Hamburg

Da war was los, am 24. September 2022, beim ersten Kinder-Boden-Randori-Turnier nach Corona im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP).

Los ging es gleich morgens um 09.30 Uhr mit einem Anmelde- und Teilnahme-Rekord: 106 Kinder aus unterschiedlichen Hamburger Vereinen hatten sich zum Kinder-Boden-Randori-Turnier im Budocentrum angemeldet. Der Rekord wurde aber noch getoppt, da 39 zusätzliche Kinder (sowie Begleitpersonen bei allen Kindern) aus zwei Vereinen ebenfalls eintrafen, deren Meldungen aber nicht vorlagen. Unter der Leitung von Rolf Brauße (SVP) und Hagen Popko-Bäumler vom Hamburgischen Ju-Jutsu Verband, wurde dann beschlossen, die zusätzlichen Kinder nicht nach Hause zu schicken und mit in den Turnierplan aufzunehmen. Dies führte im Laufe des Turniers nicht nur zu sportlichen Herausforderungen auf der Matte, sondern forderte auch zusätzlich das gesamte Funktionspersonal.

Nichtsdestotrotz wurden alle Kämpfe über den Tag ausgerichtet. Die Kinder im Alter von 6-14 Jahren kämpften mit großer Leidenschaft und Elan. Die einzelnen Klassen wurden unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht (21-56 kg) eingeteilt. Im Kinder-Boden-Randori wird nach vereinfachtem Ju-Jutsu Regelwerk gekämpft und im Kniestand begonnen. Auch wenn mal eine Träne floss, vor Freude oder Enttäuschung, waren Respekt, Fairness und Höflichkeit auf der Matte das oberste Gebot. Von den gestarteten Ju-Jutsu Kindern aus der SVP gab es 1 mal 1. Platz, 4 mal 2. Platz und 3 mal 3. Platz. Alle teilgenommen Kinder bekamen eine Urkunde und die Erst- bis drittplatzierten einen Pokal.

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Eine Hand voll Hebel…

Endlich war es so weit, das Team aus Olaf Bertram (6. Dan JJ, Lehrteam HJJV, Prüfungsreferent und Mitglied der Budo Black Belt Society ) und Thorsten Wießner (3. Dan JJ, Referent Öffenlichkeitsarbeit HJJV) besuchte Grandmaster Hubert Wolf (9. Dan) in seiner Schule (WHKD Alstertal).

Ziel war es, den Schülern des Großmeisters einen Einblick über die Hebel im Ju-Jutsu zu gewähren. Diese folgten seinem Aufruf und erschienen zahlreich, so dass die Gruppen hälftig an Olaf und Thorsten aufgeteilt wurden. Kurzweilig wurden hier Eingänge in Hebel vermittelt und auch Weiterführungen/ Varianten aufgezeigt, wenn ein Hebel einmal vereitelt wird. Hier bietet natürlich das Ju-Jutsu eine große Bandbreite.

Das offene Wesen der Gruppe machte es möglich, dass man Einiges zeigen konnte. Diese Techniken lassen sich natürlich auch ausgezeichnet mit den Techniken des Kung-Fu verbinden. Auch merkte man schnell, dass sich die Schüler des Großmeisters anders bewegen- hier können wir alle voneinander lernen. Nach der Hälfte der Zeit wurden die Schüler unter den Trainern Olaf und Thorsten gewechselt. Kurz vor Ablauf der kurzweiligen 1,5 Stunden wurden die Gruppen wieder vereint und die Schüler zeigten sich gegenseitig die neuen Techniken.

Es war ein echtes Vergnügen, mit so motivierenden Menschen zu trainieren. Anschließend gingen wir dann noch gemütlich essen und sprachen über dies und jenes aus dem Kampfsport. Gerne wieder!

Bild & Text: Thorsten Wießner HJJV

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Bericht zum Landestechniklehrgang „Rollen und ihre kreativen Anwendungsmöglichkeiten“

Wie oft rolle ich eigentlich im Training nach einem erfolgten Wurf? Oder anders gefragt: welchen Stellenwert haben Rollen in ihrer Funktion als Falltechniken im täglichen Trainingsbetrieb? Diese zugegeben kontroverse Frage bot den Einstieg in den Landestechniklehrgang am 24.09.2022 im Zanshin Dojo in Hamburg-Bahrenfeld.

Immerhin 28 Ju-Jutsuka waren angereist, um sich das Potential
der Rollen jenseits der Falltechniken von Adrian Boerner (1. Dan, Zanshin Dojo) und Philip Wiedemann (2. Dan, Lehrteam HJJV) demonstrieren zu lassen.

Nach einem kurzen Wiederholen bekannter und weniger bekannter Rollvarianten stiegen die Referenten auf das zentrale Thema um: Rollen nicht als Falltechnik, sondern als Bewegungsform.

Geübt wurden Eingänge und Transitionen aus dem Stand und der Bodenlage, bei welchen das Rollen die Funktion der – angelehnt an die Formulierung der Prüfungsordnung – geeigneten Bewegungslehre übernahm. Hierbei ging es durch alle Distanzen von der gerade erfolgten Wurftechnik mit stehendem Verteidiger über offensive bis zu defensiven Positionen am Boden.

Die Referenten danken allen Teilnehmer:Innen für das motivierte Training und die interaktiven Diskussionen zu relevanten Details der Bewegungen. Zudem danken sie dem Zanshin Dojo für das freundliche Überlassen der Räumlichkeiten.

Für das HJJV-Lehrteam: Philip Wiedemann

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5. Hanbo-Jutsu Lehrgang – Absage –

Leider muss der Hanbo-Jutsu Lehgang am 24. September 2022 in
Hamburg – Rahlstedt abgesagt werden!
Vielen Dank an Christian Groffmann, dass er als Referent zur Verfügung
stehen wollte.

U. Behrmann
Beauf.f.Hanbo-Jutsu

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Was ist eigentlich Inklusion, und um welche Zielgruppe geht es bei Leichter und Einfacher Sprache?

Welche sprachlichen Barrieren gibt es im Trainingsbetrieb, und wie können wir diese abbauen? Welche Grenzen hat die Vereinfachung der Sprache? Und wie passt das zu gendergerechter Sprache? Diese und noch mehr Fragen haben sich die 13 Teilnehmer:Innen des nach zweijähriger Coronapause zum dritten Mal stattfindenden Landeslehrgangs Inklusion gestellt und mit mir diskutiert.

So wurde dieser Lehrgang am 17.09.2022 eine etwas ungewohnte Veranstaltung: es ging nicht so sehr um technische Inhalte, sondern darum wie Inhalte durch Sprache transportiert werden. Die abstrakten Konzepte der Leichten und Einfachen Sprache und deren Einsatzgebiete wurden zu Beginn kurz vorgestellt, gefolgt von einer lebhaften Diskussion zu sprachbezogenen Barrieren im Ju-Jutsu. Im Anschluss haben die Teilnehmer:Innen anhand von Beispielen aus dem Prüfungsprogramm in Kleingruppen Herausforderungen in der Benennung oder im Erklären von Techniken, Prinzipien und Konzepten erarbeitet. Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten:

  • So wie Leichte Sprache in Schriftform durch Bilder unterstützt wird ist auch beim Unterrichten in Einfacher Sprache das synchrone Vorzeigen der Bewegung hilfreich.
  • Wir drücken uns selten so einfach aus wie wir könnten. Es bedarf eines Bewusstseins für die eigenen Formulierungen.
  • Es existieren Begriffe, bei denen aufgrund ihres Abstraktionsgrades oder ihrer Komplexität ein Umschreiben oder Umformulieren nicht zielführend ist (konkretes Beispiel war die Technikgruppe „Guard“).
  • Für diese Begriffe ist eine möglichst strukturierte Einbettung im Kontext notwendig, um ein Höchstmaß an Verständlichkeit zu erhalten.
  • Der Umgang mit gendergerechter Sprache ist für viele noch ungewohnt, nach aktuellem Stand der Umsetzung nur bedingt mit Einfacher Sprache vereinbar und muss im Einzelfall an die Zielgruppe angepasst werden.

Abschließend möchte ich mich bei allen Teilnehmer:Innen für den regen Austausch und dem NTSV für das Ausrichten des Lehrgangs bedanken und freue mich auf die nächste Iteration des Hamburger Inklusionslehrgangs. Bei Fragen zu Leichter und Einfacher Sprache stehe ich als Ansprechpartner gerne jederzeit zur Verfügung. Alternativ erhaltet ihr Informationen und Beratung auch beim Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Hamburg (https://ls.lhhh.de/).

Für den HJJV: Philip Wiedemann, Inklusionsreferent

Zusammenfassung in Einfacher Sprache:

Am 17. September gab es einen Landes-Lehrgang zum Thema Inklusion.

Wegen der Corona-Pandemie konnte der Lehrgang zwei Jahre nicht stattfinden.

Mitgemacht haben Ju-Jutsu Sportler, die etwas über Leichte Sprache und Einfache Sprache lernen wollten.

Die Sportler haben viel über Sprache diskutiert und sich gefragt, wie sie im Training besser erklären können.

Wichtig war ihnen, dass alle Menschen ihre Erklärungen verstehen können sollen.

Dabei haben die Sportler viele kluge Fragen gestellt und gute Lösungen für Probleme im Training gefunden.

Für wenige Probleme gibt es aber keine gute Lösung.

Dann muss man um das Problem herum besonders gut erklären.

Der Lehrgangs-Leiter ist sehr dankbar für die Diskussion mit den Sportlern und freut sich auf das nächste Mal.

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