Ein Megaevent und 2 Ehrungen…

 
Werfen, schlagen, Bodenarbeit und Kubotan – volles Technikprogramm beim 2. Hamburger Megaevent. Am 14. September trafen sich knapp 70 erwachsene Ju-Jutsuka in dem Budocentrum der SVP. Parallel fand in der Nachbarhalle noch ein Megaevent für Kinder statt.

Bevor es zu den geplanten Programmabschnitten kam, gab es noch eine (sehr erfreuliche) Formalie. Michael Gust (Vizepräsident Breitensport beim DJJV) verlieh Michael Richter (Ehrenpräsident, Seniorenbeauftragter) den 8. und Jens Keckstein (Präsident Breitensport, Ehrenausschussvorsitzender) den 7. Dan Ju-Jutsu. Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch an beide für ihre verdiente Graduierung!

Anschließend ging es mit einer locker-spaßigen Aufwärmrunde los. Die geballte Frauenpower von Fatma Keckstein, Nele Groß und Alexandra Tews brachte die Halle in kürzester Zeit mit verschiedensten sauberen und gemeineren Atemitechniken auf Betriebstemperatur.

Im Anschluss zeigte das Referententeam unter anderem Wurftechniken (Stephan Mensing und Sergej Balbutzki ) den effektiven Einsatz des Kubotan (Michael Richter und Jens Keckstein) und sinnvolle Bodentechniken aus der Guard-Position (Olaf Bertram und Philip Wiedemann) , um die Oberhand gegen den Angreifer zurück zu erlangen.

Vielen Dank an alle Referenten und Teilnehmer für einen rundum gelungenen Lehrgang und hoffentlich bis zum nächsten Mal.

Text: Benjamin Schwarcz, Thorsten Wießner
Fotos: Benjamin Schwarcz, Thorsten Wießner
 

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Bundeslehrgang – Hanbo-Jutsu mit Christian Groffmann

Es lohnt sich! Unbedingt mitmachen!

Veranstalter: Deutscher Ju-Jutsu Verband
Ausrichter: JJV Hamburg
Datum/Zeit: 12.10.2019 / 14:00 – 18:00 Uhr
Ort: Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg e.V.,
Carl-Cohn-Str. 41,
22297 Hamburg
Sportliche Leitung/
Referent: Christian Groffmann, 2. Dan DJJV Hanbo-Jutsu
Thema: Selbstverteidigungstechniken mit dem 1m Stock
Teilnehmer: Alle interessierten Sportler – Mindestteilnehmeranzahl sind 15
Sportler, sonst wird der Lehrgang abgesagt.
Kosten: 15,- € für Sportler des DJJV
20,- € für Sportler anderer Verbände
Meldung: Meldeschluss 01.10.2019
per Mail an: jens.keckstein@hjjv.net
Weitere Infos: Bitte einen Stock, etwa 80-100cm, je nach eigener Körpergröße
mitbringen.
Die Teilnahme und der Besuch von Veranstaltungen des DJJV und der
LV beinhalten die Zustimmung zur Veröffentlichung von angefertigten
Foto- und Filmaufnahmen durch Beauftragte in den Publikationen des
DJJV und der LV.
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung des DJJV stimmt jeder
Teilnehmer der dsgvo-konformen Nutzung seiner personenbezogenen
Daten im Rahmen des Datenschutzhinweises, der auf der Homepage
des DJJV unter Datenschutz zu finden ist, zu.
Haftung: Der Veranstalter und der Ausrichter übernehmen keine Haftung. Für
Versicherung hat der Teilnehmer Sorge zu tragen!
f.d.R. der Ausschreibung
Michael Gust, VpB des DJJV

20190909_R_BLG_HH_Hanbo_Hamburg_12.10.19_Christian Groffmann_Ausschreibung

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BJJ Workshop mit Professor Attila Gözler

BJJ Workshop
Wann 2.11.2019,
14:00 – 17:00
Anmelden bis
19.10.2019
Ort Landesleistungszentrum
Zwischen den Süderelbbrücken 10
21109 Hamburg

Kosten Junioren 10 Euro
Kosten Senioren 10 Euro
Referent(en) Attila Gözler, Black Belt Gracie Barra
Beschreibung

Das ist kein Techniklehrgang für Prüfungen.
Bitte Anmelden. Mindesteilnehmerzahl 10.
Teilnehmer Allgemein

 

 

 

 

Kontakt Jens Keckstein (Mail:jens.keckstein@hjjv.net)
Die Teilnahme erfolgt für alle Personen auf eigene Gefahr.
Der HJJV weist darauf hin, dass sowohl er, als auch der von ihm beauftragte
Ausrichter, nur für Fälle von Vorsatz haften. Alle Teilnehmer/innen sind
verpflichtet, selbst für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen.
Minderjährige dürfen sich nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten zu
Veranstaltungen anmelden.
Der HJJV behält sich das Recht vor, die auf Maßnahmen gefertigten Foto- und
Filmaufnahmen nach eigenem Ermessen zu verwenden.
Sollte jemand die Veröffentlichung nicht wünschen, so ist dieses dem
Veranstaltungsleiter vor Beginn der Veranstaltung bekannt zu geben.

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Vorbereitungslehrgang für die Verbandsprüfung am 31.10.2019

Verbandsprüfungsvorbereitungslehrgang mit Philipp Kernche und Alexandra Tews

Um kurz nach 10 bat Alexandra alle 19 Interessierten zum Angrüßen. Wir stellten uns kurz vor und begannen den Tag mit ein paar vorbereitenden Worten. Es wurde nicht nur erneut auf das geänderte Lehrgangskonzept (3 Stunden harte Arbeit unter Anleitung, Kommentaren und mit vielen Hinweisen, danach für alle angehenden Prüflinge bis zu 3 weiteren Stunden Trainings mit mehr individuellem Feedback für jeden) eingegangen, sondern auch ein paar Formalitäten geklärt. An dieser Stelle gleich einmal vorweg: Ein (angehender) Prüfling sollte jedes benötigte Sportgerät immer dabeihaben! Stock, Messer, Kette, Pratze, Schützer… Die Liste wird nun mal länger je dunkler die Gürtelfarbe wird.

Nach lockerem Warmmachen wurde es dann direkt Ernst: Bewegungsformen, Fallschule und Bodentechniken. Die angehenden Blau- und Braungurte trainierten ihre jeweiligen Programme gleichzeitig und mit vielen Partnerwechseln. Von vornherein war klar, dass der Lehrgang viel zu kurz ist, um allen Themen gerecht zu werden. Nach dem Dreierkontakt ging es deshalb sofort zu einigen Hebeln und Würfen. Wie bei allen Kombinationen bleibt festzuhalten: Die Prüfungsaufgabe bleibt immer nur ein Puzzleteil des Gezeigten. Ein ordentlicher Block, Bewegung des Gegners, Gleichgewichtbrechen – ohne die „Kleinigkeiten“ macht auch die schönste Technik am Ende nichts mehr her. 

Nach der ersten Pause ging es dann an den Waffenteil der traditionell mehr Probleme bereitete. Abgesehen von den Aufgaben der Verteidiger, wurde außerdem nochmal betont, dass auch der Angreifer viele Fehler machen kann. Distanz, Winkel, Waffenhaltung – auch wenn man nicht als aktiver Prüfling auf der Matte steht muss man immer hochkonzentriert sein. 
Nach einem kurzen Ausflug in Weiterführungen und Gegentechniken war der erste Teil des Lehrgangs bereits vorbei. Die 13 verbliebenen Jukas hängten sich nochmal voll rein, trainierten fleißig weiter, stellten Fragen und gaben sich trotz stickiger Luft, hohen Temperaturen und rauchenden Köpfen alle Mühe noch mehr zu verbessern und zu lernen.
 

Abschließend lässt sich sagen, dass wir hochkonzentriert mit Spaß und Schweiß an vielen Baustellen arbeiten konnten. Noch bleibt für alle genug Zeit beharrlich weiter zu trainieren und dann im November auf hoffentlich hohem Niveau abzuliefern.

Vielen Dank für euer starkes Interesse, eure harte professionelle Arbeit und die schöne Atmosphäre. 
Bis bald auf der Matte – Philipp Kernche
Text: Philipp Kernche
Foto: Alexandra Tews
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Landeslehrgang – Messer ganz nah und mal anders herum

Jens Keckstein (6. Dan Ju-Jutsu, Präsident Breitensport HJJV) und Alexandra Tews (2. Dan, Prüfungsreferentin HJJV) haben am 24.08.2019, bei bestem Sommerwetter in die Sportvereinigung Polizei (budocentrum.de) geladen. Und 66 Sportbegeisterte folgten ihnen auf die Matte, um einen Einblick zu erhalten, was man gegen Messerangriffe vielleicht machen kann.

Das Wetter war wirklich perfekt, wenn auch nicht unbedingt für Training in der Halle. Das schien aber kaum jemanden abzuhalten, der Neugier zu dem interessanten Lehrgangsthema nachzugeben. Und niemand sollte enttäuscht werden.

Zuerst machte uns Alex warm, mit einem kurzen, aber sehr gut zu den nachfolgenden Bewegungsabläufen passenden Aufwärmprogramm. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jens die Etikette auch so weit gelockert, dass die Jacke und der Gürtel optional waren.

Im ersten richtigen Trainingsabschnitt ging es dann sehr schnell in Drillfolgen mit dem Dreierkontakt. Der Angriff blieb dabei im Wesentlichen stabil, Angriffswinkel eins (also von rechts oben aus Sicht des Angreifers). Variiert wurde stattdessen neben dem bekannten nach oben oder unten ableiten die Stelle, an der der Angreifer geschnitten wurde. Der Angreifer? Ja, in dem Drill hatten beide ein Messer und es wurde fleißig zurückgeschnitten.

Wie bei allen nachfolgenden Übungen zeigten Alex und Jens jeweils verschiedene Möglichkeiten und stellten es den Teilnehmern frei, das Tempo der Variationen mitzugehen oder bei den vorherigen Techniken zu bleiben. Dadurch waren nach meiner Wahrnehmung alle Teilnehmer, von Anfängern, Ju-Jutsu fremden Budosportlern und Großmeistern alle gleichermaßen gefordert.

Nachdem durch die Drills die Betriebs- und Raumtemperatur weiter gestiegen war, begann der Block mit den Bedrohungsangriffen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass der Angreifer nicht unmittelbar (schwerste) Verletzung beim Opfer herbeiführen möchten. Stattdessen nutzt er sein Messer, um das Opfer zu bedrohen. Dies geschieht in der Regel durch Aufsetzen des Messers beim Opfer, zum Beispiel am Hals oder auf dem Bauch. Gleichermaßen unangenehm, besteht hier zumindest die Chance lebend und vielleicht sogar unverletzt aus dem Angriff zu entkommen. Die dafür beste Abwehr wurde ebenfalls einmalig demonstriert, in dem Alex dem „Mattenstrolch“ Jens einfach Ihr Portemonnaie übergab. Eine Option die jeder als erstes verfolgen sollte.

In diesem Block wurde nun das Messer am Bauch und am Hals durch den Angreifer angesetzt. Anschließend zeigten Alex und Jens jeweils die elementare Abwehr und anschließende Folgetechniken. Die Folgetechniken boten den Schülern Inspirationen für ihre eigenen Folgetechniken, diese waren aber von Alex und Jens explizit freigestellt. In diesem Block hatte auch, ganz klassisch, nur der Angreifer ein Messer.

Nach circa 1,5 Stunden, die nicht nur für mich, wie im Flug vergingen, wurde eine kurze Pause angesetzt. Diese wurde allgemein zur Erfrischung, zum Einsammeln der Pässe, für Vorbestellungen im Budopoint und natürlich auch zum Üben der bisherigen Techniken verwendet. In der Reihenfolge. 😉

Die zweite Session begann mit kontaktlosen Angriffen. Es wurden die Angriffswinkel 1-4 thematisiert, dieses Mal aus der Revershaltung, daher auch „anders herum“. Bei den Folgetechniken wurde je eine Variante für die typischerweise zwei „Druckrichtungen“ des Angriffs gezeigt. Mit Druckrichtung ist gemeint, in welche Richtung der Angreifer Druck ausübt, nachdem er zu vor vom Verteidiger gestoppt wurde. Beispiele dafür sind: weiter in Richtung des Angreifers oder zum Beispiel nach unten, in Verlängerung der Schnittbewegung.

Zum Ende wurde der kontaktlose Angriff um einen vorherigen Angriff ergänzt. Idee dabei ist es, den Realismus besser abzubilden. Jens erklärte, dass üblicherweise ein Schubser mit links den dann so verdeckten Angriff mit der rechten Messerhand vorbereitet. Neben dem Verdecken wird das Opfer so auch destabilisiert. Diese Form wurde im Wesentlichen gegen Angriffswinkel eins gezeigt, wobei Alex und Jens nach einem einfachen Block im Anschluss wieder die bis dahin gezeigten Techniken wiederholten. Neben Angriffswinkel eins wurde dann noch Angriffswinkel zwei (respektive vier) gezeigt, wenn der initiale Schubser für das Opfer zum Ausweichen des Angriffswinkels eins ausreichte. Die Angriffe zwei und vier waren demnach der dritte Angriff und somit Folge des fehlgeschlagenen ersten Angriffs aus Winkel eins.

Als letzte Einheit wurde dann noch mal der Partner gewechselt und die Wiederholung beliebiger Techniken von Alex und Jens eingefordert.

Danach wurde abgegrüßt und das Gruppenfoto gemacht.

Nicht nur mir, sondern auch alle anderen, die ich während und nach dem Lehrgang sprechen konnten, waren begeistert. Es war ein richtig toller, kurzweiliger und lehrreicher Lehrgang, der Lust auf eine Wiederholung macht. Im Namen aller Teilnehmer: vielen Dank liebe Alex und lieber Jens.

Im Anschluss daran wurden noch die Videoergebnisse des Szenarientrainings durch Fatma Keckstein (4. Dan, Frauenreferentin HJJV und Direktorin Zielgruppen DJJV) und Michael Richter (7. Dan, Seniorenbeauftragter und Ehrenpräsident HJJV) gezeigt. Natürlich nur für die Teilnehmer damals. Details dazu finden sich im Beitrag: https://blog.hjjv.net/2019/05/szenarientraining-in-hamburg/.

Bis bald auf der Matte,

Andreas

 

Fotos: Benjamin Schwarcz

Text: Andreas Lehmann

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