Alle Jahre wieder – Niklauslehrgang 2019

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Alle Jahre wieder…..

Am 07. Dezember fanden sich die Kinder zum traditionellen Nikolauslehrgang im Landesleistungszentrum ein.

In zwei Altersgruppen gab Michael Richter als Referent von seiner langjährigen Erfahrung als Polizist und Ju-Jutsuka den Kindern praktische Tipps mit: Was mache ich draußen, was klappt überhaupt? Diese Fragen ging Michael mit den Kindern an. Das wichtigste Verteidigungsmittel, was wir haben, wurde gleich beim Aufwärmen eingebaut: unsere Stimme. Entsprechend laut wurde es im Dojo.

Die erste Gruppe mit den jüngeren Teilnehmern gingen 3 verschiedene Angriffe und Verteidigungen durch, die erst einzeln und dann zu einem Szenario kombiniert trainiert wurde.
Für das Szenario sollten die Kinder sich vorstellen, am Strand zu liegen. Plötzlich kommt ein „böser Mensch“ vorbei, setzt sich auf einen und schlägt auf einen ein. Jetzt gilt‘s: Den Kopf schützen und und mit der „Wippe“ den Angreifer runterschmeißen. „Jetzt schnell weg“, dachte der Ju-Jutsuka. Aber nix da: der Böse kommt hinterher, nimmt einen in den Schwitzkasten von der Seite. „Kein Problem! Mit der Krebsschere und einer Atemitechnik komme ich auch aus dieser Situation raus!“ Leider hat der Angreifer immer noch schlechte Laune, schnappt sich seinen Gürtel und schlägt damit zu den Beinen des Angegriffenen. Dieser reagiert schnell, springt darüber und bringt den Angreifer mit dem Genickdrehhebel zu Boden. Endlich hat der Angreifer genug und das Bad in der Sonne kann weitergehen.

In der zweiten Gruppe mit den größeren Kindern wurde die Latte höher gesetzt und sie durften ihre Verteidigungstechniken zuerst selbst überlegen.
Erster Angriff war ein Schwinger, der mit einem Schulterstopp und Handkantenblock abgewehrt wurde.
Nun, wie verteidige ich gegen Schwitzkasten von der Seite? Hier kommt die Krebsschere zum Einsatz, um den Angreifer abzulenken. Dann an den Haaren oder am Ohr ziehen, eindrehen, freie Hand aufs Gesicht des Angreifers und zu Boden bringen.
Andere Verteidigungs-, Lösetechniken und verschiedene Kombinationen wurden ebenfalls gezeigt gegen Angriffe wie z.B. Würgen von hinten, von vorn sowie Doppelnelson.
Immer wieder wurde auf rechtliche Aspekte wie Notwehr und Verhältnismäßigkeit hingewiesen. Auch durften wir etwas über die Auswirkung der Techniken auf den Körper lernen, z.B. dass Nierenschere bei Jugendlichen schnell zur Verletzung der Nierengewebe führen und Blut im Urin zur Folge haben kann. Wenn es nicht aufhört, dann heißt es: „Schnell zum Arzt!“. Und ganz wichtig: Wenn man bei Bedrohung nicht kämpft, sondern sich nur behaupten kann, ist man trotzdem der Stärkere und Schlauere!

Auf einmal waren die zwei Stunden um! Es wurden Schoko-Nikoläuse verteilt und eine Einladung zum Aus-der-Praxis-für-die-Praxis-Lehrgang im Mai 2020 mit Michael Richter ausgesprochen.

Vielen Dank, Michael, für den Lehrgang!
Und Euch Kindern eine schöne Weihnachtszeit!
Wir sehen uns auf einem der nächsten Lehrgänge oder Freizeiten in 2020!
Schaut Euch die Lehrgangsplanung auf www.hjjv.net an!

Text: Christiane Djaja
Fotos: Christiane und Dicky Tirta Djaja

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„We like to move it“ – Bewegung im Budocentrum Hamburg

Ju-Jutsu Bewegungslehre mit Alex und Fatma im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg

Be-We-Gung ist nicht etwa eine alte fernöstliche Lebensphilosophie, sondern allgemein und im Sport unerlässlich. Am 7. 12. 2019 stellten Fatma Keckstein (4. Dan Ju-Jutsu) und Alexandra Tews (2. Dan Ju-Jutsu) das spielerisch und mit viel Dynamik beim Ju-Jutsu Landeslehrgang „We like to move it“ unter Beweis. Beim letzten Landeslehrgang des Jahres, gerade oder erst recht in der Vorweihnachtszeit, drehte sich unter dem Motto „Kampf den Keksen“ alles um den Spaß an der Bewegung und der Bewegungslehre – speziell im Ju-Jutsu. Oder um es in der Jiu Tradition zu beschreiben: Es geht darum, mit möglichst geringem Krafteinsatz und unter Ausnutzung der Bewegung und Kraft des Gegners Angriffe erfolgreich abzuwehren.

Die beiden Referentinnen aus dem Ju-Jutsu Lehrteam des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbandes brachten die rund 40 teilnehmenden Juka aller Graduierungen und Alter im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) von Beginn an mit musikalischer Untermalung in tänzerischen Bewegungsschwung. Während des Warmlaufens übten sich die Lehrgangsbesucher*Innen im Ausweichen, Drehen und Wenden und gaben sich zur Begrüßung die Hände – Rücken an Rücken, zwischen den Beinen. Beim Leiterhüpfspiel, ähnlich dem Hinke-Pinke Kinderspiel, kam zur Koordination auch das Pendeln und Abducken dazu. Spätestens jetzt wurde auch den letzten Bewegungsmuffeln klar, dass gibt am nächsten Tag einen schönen Muskelkater.

Bewusst traditionell, aufbauend auf den Grundlagen des Ju-Jutsu Gelbgurtprogrammes, ging es aus den unterschiedlichen Kampfstellungen weiter in die Schritttechniken. Gleiten, Übersetzen, Auslagewechsel, verbunden mit Angriffs- Verteidigungs- und Wurfkombinationen. Die Referentinnen legten dabei viel Wert, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, auf die korrekten Ausführungen bei den Schrittdrehungen von 90 oder 180 Grad, vorwärts, rückwärts, links und rechts und natürlich der heißgeliebten Doppelschrittdrehung in alle Richtungen und mit wechselnden Partnern  oder geschlossenen Augen. Sich selbst bewegen heißt aber auch, die Partner*Innen zu bewegen, sonst haut die tollste Kombi am Ende auch mit den schönsten Techniken nicht hin.

Nicht nur die Lehrgangsteilnehmer*Innen kamen schnell und locker aus der Hüfte, auch die Zeit war in stetiger Bewegung und die drei Stunden des Seminars vergingen wie im Flug. Am Ende bedankten sich Fatma und Alex bei allen Anwesenden, freuten sich über den Erfolg des Seminars, sparten nicht mit Lob für die gezeigten Trainingsleistungen sowie einer süßen Überraschung in Form eines kleinen Schokoladennikolaus in den Schuhen ihrer Gäste.

Text / Fotos: Andreas Rasche (SVP)

Quelle: https://www.budocentrum.de/?p=3705

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„Ein Armbeugehebel ist einfach, aber schmerzhaft“ – Budoevent mit Achim Hanke

Über 80 Budosportler*Innen aus ganz Deutschland fanden am 23. und 24. November 2019 den Weg ins Budocentrum Hamburg. Ju-Jutsu Großmeister Achim Hanke (8. Dan Ju-Jutsu – 7. Dan Jiu-Jitsu Tschech Svaz Fighting System – 5. Dan Judo – 2. Dan Taekwondo) gab sich und den Anwesenden wieder die Ehre, beim jährlichen Budotechnikevent der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) in die Tiefen der Selbstverteidigung einzusteigen.

Ju-Jutsu Großmeister Achim Hanke (links) und SVP-Trainingspartner Kay Landeck

Neben Ju-Jutsuka aller Graduierungen, fanden sich auch wieder viele Teilnehmer*Innen aus anderen Kampfsportarten wie Karate, Judo, Krav Maga, Brazilian Jiu-Jitsu oder Taekwondo ein, um sich auszutauschen. Ebenfalls auf der Matte, der Vorstand der Budoabteilung mit Rolf Brauße (4. Dan) und Hartmut Nadler (1. Dan) sowie der Präsident des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbandes, Jens Keckstein (7. Dan).

Schon während des durch spezielle Übungen schweißtreibenden Aufwärmens wurde klar, hier werden Prinzipien aus verschiedenen Richtungen vermittelt. „Ein Armbeugehebel ist einfach, aber schmerzhaft“, erklärte Achim eindrücklich und zeigte sehr plastisch, was mit modernem Ju-Jutsu auch auf „der Straße“ machbar ist. „Leidtragender“ war meistens SVP Ju-Jutsu Trainer Kay Landeck, der als Achim´s Trainingspartner nicht das erste Mal mit ihm auf der Matte stand bzw. lag. Auf dem Programm standen: Übergänge Stand Boden, Selbstfaller, Hebel, Würfe, Würger, Konter, Gegen- und Weiterführungen im Stand und am Boden, Selbstverteidigung auf engem Raum – an der Wand.

Der erste Tag war zunächst sehr bodenlastig. Takedowns, Eingänge für Würfe und die Auseinandersetzung am Boden waren das Thema. Ob dynamisch, unter Stress oder ganz langsam, für jeden war etwas dabei, vom Würger über Hebel oder beides in Kombination. Manch einer fand für sich neue Wege, andere trainierten die Sicherheit „ihrer“ Techniken. Achim schaffte es wiederholt unter Beweis zu stellen, dass, wer das Prinzip verstanden hat, viele Spielarten ein und desselben Hebels, Wurfes oder Würger anwenden kann.

Am zweiten Tag standen Schlag- und Tritttechniken auf dem Programm. Distanz, Angriff, Konter, Weiterführung und Kontrolle. Gerade auf engem Raum, mit einer Wand im Rücken, sollte geübt werden, nicht die Übersicht zu verlieren, sonst kann es schnell zu einem wilden Handgemenge kommen oder in einer wüsten Schlägerei enden. Wenn dann noch Waffen, wie etwa ein Messer, mit ins Spiel kommen, wird es lebensgefährlich. Sehr eindrücklich wies Achim, gerade auch die anwesenden Dan-Träger darauf hin, dass es so gut wie unmöglich ist, unverletzt aus einem Messerangriff herauszukommen.

Die Grundessenz, die Achim vermittelte war, wer sich für Kampfsport / Kampfkunst entscheidet, wird im Laufe der Zeit seinen persönlichen Stil, seine individuellen Eingänge, Wege und Lösungen finden. Gerade die freie Selbstverteidigung ist eine Art Schachspiel, denn man weiß nicht was der Gegner kann. Deshalb ist es wichtig, sich unterschiedliche Technikserien anzueignen, basierend auf Alter individueller Konstitution, Beweglichkeit und Erfahrung. Denn jeder Gegner (oder Partner) kämpft ebenfalls unterschiedlich.

Zum Abschluss bedankte sich der Großmeister bei allen Anwesenden und stellte noch einmal seine Sicht der Dinge über Sinn und Unsinn der aktuellen Ju-Jutsu Prüfungsordnung klar, bei er auch mit Kritik nicht sparte. Getreu der Philosophie: „Jeden Kampf den du vermeiden kannst, hast du schon gewonnen. Jeden Kampf den du kämpfen musst, solltest du kämpfen um zu gewinnen“, verabschiedete sich der Großmeister. Die Budoabteilung der SVP plant Ende Oktober 2020 wieder den nächsten Technikevent mit Achim Hanke.

Quelle: https://www.budocentrum.de/?p=3618

 

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Trainer C Ausbildung 2020

Auch 2020 möchte der Verband eine Trainer C Ausbildung starten.

Meldet euch bei mir für eventuelle Fragen jens.keckstein@hjjv.net

Vorteilhaft für alle Danprüflinge und für alle angehenden Trainer (Auch wenn man davon noch gar nichts weiß).

2020-1 TRC Auschreibung (PDF)

Bitte denkt an die Anmeldefristen.

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Ju-Jutsu Verbandsprüfung im Budocentrum Hamburg

Am 10.11.2019 richtete der Hamburgische Ju-Jutsu Verband eine vereinsübergreifende Verbandsprüfung im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15 Prüflinge aus unterschiedlichen Hamburger Vereinen traten vor zwei Prüfungskommissionen. Unter dem Vorsitz von Ju-Jutsu Ehrenpräsident Michael Richter (8. Dan) wurde zum 2. und 1. Kyu (Blau- und Braungurt), sowie vom 1. Kyu zum 1. Dan (Schwarzgurt) und höherer Dangrade geprüft.

Vor den eigentlichen Einzelprüfungen erwartete die Prüflinge und Zaungäste noch eine 15 minütige, traditionelle Ju-Jutsu Kata als Teil der Prüfung zum 4. Dan. Im Anschluss an die Kata wurden die Prüflinge in zwei Gruppen, bis 1. Kyu und ab 1. Dan, aufgeteilt.

Solch eine Prüfung ist immer eine schweißtreibende und aufwühlende Angelegenheit. In den folgenden fünf Stunden mußten die Graduierungsanwärter ihr gesamtes Können unter Beweis stellen. Dazu gehören zum Beispiel Atemi- Wurf- und Bodentechniken, Abwehrfolgen gegen verschiedene Waffenangriffe (Stock, Kette, Messer, Pistole) sowie Komplexaufgaben, Einzel- und Partnerverhalten.

Die Prüfungskommission sparte nicht mit Lob, Kritik und Anerkennung. Kreative Einlagen bereicherten die Prüfung z. B. durch eine Strandtsituation mit Würgetechniken mittels Badehandtuch oder Flipp Flop. Am Ende gingen 13 Prüflinge mit neuen Gürtelfarben von der Matte. Alle Dan-Prüflinge hatten bestanden. Die SVP war diesmal nur mit einem Prüfling, Janina Schaefa, zum Braungurt am Start, deren Prüfung mit „herausragend“ bewertet wurde.

Die Budoabteilung der SVP gratuliert allen Neu-Graduierten herzlich und bedankt sich bei allen, die teilgenommen und mitgeholfen haben.

Text und Fotos: Andreas Rasche (SVP)

Quelle: https://www.budocentrum.de/?p=3575

 

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