Ju-Jutsu macht etwas mit einem – auch mit Euch!

„Ju-Jutsu macht etwas mit einem – auch mit Euch!“
so ähnlich formulierte es Ekkehard (Ekki) Krönke im Rahmen seines vielbeachteten Vortrags über sein Leben im Ju-Jutsu, den Ihr in Kürze im DJJV-YouTube-Kanal ansehen könnt.

Besonders faszinierend ist die Tatsache, dass der charmante Hamburger Ausnahmesportler seine Ju-Jutsu-Laufbahn erst im Alter von 64 Jahren startete.
Acht Jahre später bestand er, im Rahmen einer regulären Prüfung, seinen 1. Dan. Dann schien das Aus für ihn gekommen: Eine Knieprothese musste ihm eingesetzt werden und so musste er eine ganze Weile auf sein geliebtes Training verzichten.


„Durch Ju-Jutsu ist mir nicht das Mut-Potential gewachsen…(aber)… etwas passiert – auch mit Euch!“ Für seinen Vortrag bei der Trainerfortbildung in Hamburg erntete Ekki Standig ovations.

Zwar war der Eingriff gut verheilt, aber die Angst vor einer Verletzung war zu groß, um sich wieder auf die Matte zu wagen. Wer wollte es dem alten Herren verdenken?!
Dann lud uns 2007 der NDR ein, im Rahmen der TV-Dokumentationsreihe „Ran an…“, mit dem Moderator Jörg Boecker das Ju-Jutsu vorzustellen.

Selbstverständlich bat ich Ekki, unseren „Vorzeige-Senior“, mitzumachen und er tat mir den Gefallen.

Schließlich war abgemacht, dass er keine sportliche Betätigung liefern, sondern sich nur einmal im Fist-Anzug präsentieren sollte. Das war auch mit einem künstlichen Knie machbar.


2007 Ekki und Jörg Boecker in der TV-Ausstrahlung „Ran an die Sicherheit“

Kurze Zeit nach diesen Dreharbeiten staunte ich nicht schlecht, als Ekki – im Gi in unserem Dojo stand. Seinen Kommentar werde ich nie vergessen: „Fatma – Du hast mich in dem Film als Hamburgs ältesten AKTIVEN Ju-Jutsuka präsentiert. Da habe ich keine andere Wahl – jetzt müssen Taten folgen.“

Tatsächlich markierte dies seinen Wieder-Einstieg in ein sehr bewegtes Ju-Jutsu-Leben mit Training an nahezu jedem zweiten Wochentag.
Dazu Ekki: „Mehr schaffe ich nicht. Ich bin nicht mehr so wie ihr – ich benötige den Tag Pause zwischen den Trainingseinheiten“.
Da war er 75.


2013 Spaß beim Hebeltraining
Heute zählt er stolze 88 Lebensjahre und bis mit Corona alles anders wurde, trainierte er mehrmals die Woche in den regulären Gruppen seines Vereins – mit Trainingspartner*innen, die seine Enkel sein könnten!
„Man muss die Sachen nur angehen,“ sagt er, „dann merkt man auch schnell, dass Kraft, Kondition und Koordination sich in jedem Alter steigern lassen. Wenn es dann auch noch Spaß bringt und man dabeibleibt, verbessert man gleich in mehreren Aspekten seine Lebensqualität.“


2018 Die wollen nur spielen Ekki und Fynn trainieren nach dem Hamburger Messerlehrgang draußen weiter


Nur selten finden Hamburger Landes-Lehrgänge ohne Ekki statt.
Goshindo Meister Alain Sailly würdigte ihn darum 2018 im Rahmen seines Hamburgbesuchs als „awesome (hier: Ehrfurcht gebietend) martial artist“

Zur Zeit muss sein geliebtes Ju-Jutsu-Training aber pausieren, denn in der aktuellen Pandemie gehört er der Gruppe der Höchstgefährdeten an.

Training für die „Post-Corona-Zeit“: Ekki hält sich mit seinem Alternativtraining fit.

Aber davon lässt Ekki sich nicht entmutigen: Bis zum Start des November-Lockdowns absolviert der pensionierte Ingenieur und Betriebswirt zwei- bis dreimal pro Woche ein krachendes Alternativ-Trainingsprogramm.
Dafür hatten seine Vereinskollegen private Trainingszeiten eingerichtet, in denen nur er allein den vereinseigenen Kraftraum nutzen durfte.
Sobald das wieder erlaubt ist, macht er weiter.
Ekki – ich freue mich auf unser nächstes gemeinsames Ju-Jutsu Training!

Fatma Keckstein

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