Bericht: Traditionslehrgang 2013

Spannende Themen, hochkarätige Referenten

Am letzten September-Samstag war das Budo-Centrum des SVP an der Carl-Cohn-
Straße am Rande der City Nord wie jedes Jahr um diese Zeit Pilgerstätte für eine Vielzahl von Ju Jutsuka aus Hamburg und Umgebung: Der alljährliche Traditions-Lehrgang des HJJV rief, und viele, viele kamen – von recht jung (6 Jahre) bis etwas älter (81 Jahre), vom Weißgurt bis zum hochgraduierten Dan-Träger.


Für die Kids wurden von 10 Uhr morgens an eigene Lehrgänge geboten (für den Bericht dazu klicke hier), die Erwachsenen erfreuten sich ab mittags an drei je zweistündigen Lehrgängen zu spannenden Themen mit hochkarätigen Referenten:

Auf dem Programm standen „Stocktechniken für alle“ mit Bernd Facklam (6. Dan Ju Jutsu/3. Dan Karate), „Vergessene Techniken“ mit Thomas Werner (6. Dan Ju Jutsu) und „Wurftechniken im Ju Jutsu-Programm“ mit Stephan Mensing (5. Dan Ju Jutsu/1. Dan Judo).

Bernd zeigte eine breite Palette von Verteidigungstechniken mit dem Stock. Dabei waren sehr effiziente, schnell auszuführende Würgetechniken sowie Arm- und Beinhebel. Dass sie Wirkung zeigten, war deutlich hörbar: So manch’ einer der Teilnehmer konnte ein leichtes Stöhnen ob des „süßen Schmerzes“, etwa wenn der Stock sich auf einen Nervendruckpunkt am Unterschenkel legte, nicht unterdrücken.

Bei der Vielfalt der Techniken – und vor allem der sehr bemerkenswerten Bewegungspräzision, mit der Bernd sie zeigte – konnte jeder Ju Jutsuka gleich welcher Graduierung seiner Lernkurve wieder ein Stück hinzufügen.

P1000468Kaum waren der langanhaltende Applaus für Bernd und die kurze Erholungspause zu Ende, ging es mit Thomas und seinem Thema „Vergessene Techniken“ weiter. Dabei ging es um Techniken, die heute in den Dojos kaum mehr gelehrt und auf Prüfungen nur selten gezeigt werden. Dazu gehörten diverse Beinhebel, ausgeführt auch in der eigenen Bodenlage, der Fersenrückwurf sowie Festlegetechniken über Kniehebel. Auch hier waren die Teilnehmer mit Feuereifer dabei und Thomas demonstrierte überzeugend, dass es ein schwerer Verlust wäre, diese Techniken tatsächlich zu vergessen.

P1000433Die dritte Sequenz des Traditionslehrgangs schließlich stand unter der Überschrift „Wurftechniken im Ju Jutsu-Programm“. Stephan erläuterte, wie ein Teilnehmer formulierte, „viel Neues zu eigentlich lang bekannten Techniken“. Dazu gehörten Beinstellen mit weit zurückgestelltem Bein, die kleine Innensichel gegen Doppel-Schwinger sowie die Klassiker Hüft- und Schulterwurf; bei denen Stephan besonderer Wert auf Beinarbeit und Hüfteinsatz legte. Für die etwas weiter Fortgeschrittenen gab es dann noch Beinstellen als Gegentechnik gegen Schulterwurf sowie eine Variante des Talfallzugs als Weiterführungstechnik gegen blockierten Schulterwurf. Fazit der am Ende der Wurf-Session von Stephan glücklich erschöpften Ju Jutsuka: „Anstrengend, aber überaus kurzweilig und lehrreich“ – was ohne Frage für den gesamten Traditionslehrgang 2013 gilt.

Text + Fotos: Medienteam HJJV/Ralph Boeddeker mit Carsten Diekmann
Hier der Link zum Jugend- und Kinder Traditionslehrgang.

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