Ju-Jutsuka kämpften gegen Dornen und verwirklichten einen alten Traum

Wie im Märchen schlummerte die alte Hallen-Außenfläche des Hamburger Vereins „NTSV“ einen Dornröschenschlaf, bis tatkräftige Ju-Jutsu-Sportler*innen sich durch die Brombeerranken und Brennnesseln kämpften um ihr neues Leben einzuhauchen.

Die Idee entstand, als nach dem Corona-Lockdown der Sport im Freien wieder erlaubt war:
Vereinstrainer Jens Keckstein, 7. Dan Ju-Jutsu und Escrima- Instructor verlegte kurzerhand seinen Unterricht nach draußen und trainierte mit uns den Sommer hindurch Stock-Drills auf einer Waldwiese.

Das ging prima, denn es regnete kaum. Ungemütlich war nur die Unfallgefahr die der unebene Untergrund barg. Wohl ahnend, dass der Herbst erneute Einschränkungen verhieß, suchten wir darum nach alternativen Outdoor-Trainingsmöglichkeiten. Da erzählte uns Gerhard Schröder, Gründer unserer Ju-Jutsu Abteilung und erster DJJV-Präsident von seinem alten Traum, den seit Jahrzehnten zugewucherten Außenplatz unserer „Waldsporthalle“ wiederzubeleben.

Was uns zu Beginn nur als verrückte Idee durch die Köpfe spukte, nahm rasch konkrete Formen an, denn es zeigte sich, dass nicht nur Tatkraft und Begeisterung, sondern auch das notwendige Fachwissen unter unseren Abteilungsmitgliedern vorhanden ist: Olaf Bertram, 6. Dan Ju-Jutsu und Landschaftsgärtnermeister übernahm die Bauleitung unseres Projektes.

In schweißtreibender Wochenendarbeit kämpfte sich unser 24-köpfiges Team durchs Gestrüpp und bewegte mit Schaufeln und Schubkarren insgesamt 12.800 Kg Abraum, Sand und neue Gehwegplatten. Dies alles geschah in reiner Handarbeit, denn unsere Halle liegt in einem Waldgebiet und ist nur über einen 150 Meter langen Waldweg erreichbar. Schwere Hubwagen können hier nicht fahren. Gerade rechtzeitig zum Herbstanfang wurden wir fertig und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nun haben wir einen ca. 80 qm Außenplatz zum Trainieren, Feiern oder einfach nur in der Sonne sitzen.

Natürlich gibt es auch schon gärtnerische Ideen für die weitere Ausgestaltung. Essbare und robuste Pflanzen, z.B. (ungiftige) Süßlupinen, Minze und Kapuzinerkresse wollen wir dort einbringen. Aber damit müssen wir uns bis zum kommenden Frühjahr gedulden. 1000 Dank an dieses tolle Team! Es war für mich eine beeindruckende Erfahrung, dass wir das zusammen geschafft haben!

Fatma Keckstein

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