Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Gerhard Schröder!

Am 19. Februar wird Gerhard Schröder, der erste Präsident des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes, Ehrenmitglied des DJJV, Ehrenpräsident des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbandes und Träger des 7. Dan 85 Jahre alt.
Wir blicken mit ihm zurück auf ein bewegtes und streitbares Sportler- und Funktionärsleben:

1974 lernte Gerd das Ju-Jutsu auf dem sogenannten „Knochenbrecher-Lehrgang“ der Hamburger Polizei-SV-Ausbildung kennen und war begeistert. Der leitende Trainer, bei dem er auch fortan trainierte, war Eberhard Molle. Seinen ersten Dan erreichte Gerd 1978.
Als Vorsitzender der Sektion Ju-Jutsu im Hamburger Judoverband (1977 bis 1986) trieb er, gemeinsam mit Eberhard und weiteren Mitstreitern, die Gründung des DJJV und die damit verbundene Loslösung des Ju-Jutsu vom Deutschen Judo-Bund voran. Dass er sich damit nicht überall beliebt machte, liegt auf der Hand. In den Jahren 1990 bis 2000 war er der Präsident des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes und erreichte viel für die frisch aus der Taufen gehobene Organisation:
Gemeinsam mit Heinz Lamadé holte er 1992 die JJ-Europa-Meisterschaft nach Walldorf
und 1998, mit Hans Waldow, die JJ- Weltmeisterschaft nach Berlin.

Noch heute wirkt seine Arbeit für uns nach, denn gemeinsam mit seinem Vizepräsidenten Rainer Riedel erreichte er, dass unser DJJV vom Deutschen Sportbund (DSB heute DOSB) als „förderungswürdig“ anerkannt wurde.
Erst mit diesem Prädikat ist es in der Sportwelt möglich, Fördergelder für den Wettkampf und weitere Projekte zu erhalten. Geschenkt bekamen sie das allerdings nicht.
Jahrelange und hartnäckigen Verhandlungen waren notwendig, bis der DSB am 6. Januar 2000 endlich unserem Verband den langersehnten Bescheid erteilte.
Hier der Link zum Bild, wen es interessiert

Im Zuge der Loslösung des Ju-Jutsu aus den Judoabteilungen gründete Gerd in Hamburg die Ju-Jutsu-Abteilung des Niendorfer TSV, die auch heute noch quicklebendig ist.
Im vergangenen Jahr zog er sich dort auf eigenen Wunsch aus seinem Amt des Kassenwartes zurück. Gern ließen wir ihn nicht gehen, aber immerhin wissen wir, dass er uns immer noch mit Rat zur Seite steht, wenn wir ihn brauchen.
Seinen Rückzug aus der Funktionärsarbeit kommentiert Gerd ganz trocken so: „Es reicht. Jetzt sollen die Jüngeren arbeiten.“ Wer ihn kennt, weiß wie es gemeint ist.

Fatma Keckstein

 

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